Reorganisation der Viehzuchtgenossenschaften

Der durchschnittliche Mitgliederbestand der Viehzuchtgenossenschaften betrug im Jahr 2003 bloss noch 5.2. Der Strukturwandel der Neunziger Jahre hat seine Spuren hinterlassen. Zahlreiche Betriebe sind insbesondere altersbedingt verschwunden. Zahlreiche Klein- und Kleinstgenossenschaften sind nicht mehr „lebensfähig“. Es reichte nicht einmal mehr zur Besetzung eines Vorstandes. Zudem sind die meisten Genossenschaften damals nach kantonalem Recht gegründet worden ohne Eintrag ins Handelsregister, so dass sie heute als einfache Gesellschaften gelten. Im weiteren ist ein Faktum, dass über die Hälfte der Genossenschaften seit längerem keine Generalversammlungen mehr durchführt, ganz zu schweigen von anderen Aktivitäten.Die Entwicklung der Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft führt zu einer zunehmenden Isolierung der Betriebe und oftmals herrschen Konkurrenzsituationen um landwirtschaftliche Flächen. Die kommenden Herausforderungen verlangen aber zweifellos wieder ein Zusammenrücken.  Im weiteren ist ein Mitmachen als Herdebuchbetrieb mit den damit verbundenen Leistungen nach wie vor an eine Mitgliedschaft in einer Genossenschaft gebunden.  Aus diesen Gründen wird seit 2003 die Reorganisation der VZG aktiv gefördert. Folgende Fusionen konnte bereits umgesetzt werden:

 2004: Gründung des Braunviehzuchtverein Unnergoms aus den Genossenschaften Binn, Ernen, Mühlebach, Lax, Fiesch, Fieschertal, Bellwald, Ritzingen und Martisberg.

 2005: Gründung des Braunviehzuchtverein Rhonetal aus den Genossenschaften Pfyn, Visp, Brig, Glis, Naters und Birgisch.

 Zudem wurden die Genossenschaften von Simplon-Dorf und Ried-Brig in Vereine umgewandelt.

 Nach rund 15 Jahren findet im Herbst 2005 erstmals wieder eine regionale Herbstschau statt, organisiert durch den Viehzuchtverein Unnergoms.

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